Ein Kribbeln in den Füßen ist eine häufige Begleiterscheinung von Diabetes

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Bei Diabetes

Hilfe gegen Kribbeln in den Füßen

Dortmunder Experten

Studien zeigen: Bewegung verbessert Beschwerden und Stabilität. Tipps gegen lästiges Kribbeln in den Füßen.

„Das Leben besteht in der Bewegung“, soll schon Aristoteles gesagt haben. Ein Zitat, das sich heute besonders auf das Wohlbefinden von Menschen mit Diabetes beziehen könnte. Denn körperliche Aktivität kann Folgeerkrankungen des Diabetes ausbremsen.

Das gilt insbesondere auch für Diabetiker, deren Nerven bereits durch den erhöhten Blutzucker geschädigt sind: Ein geeignetes Bewegungsprogramm kann helfen, die Symptome der Nervenschädigung (Neuropathie) wie Kribbeln in den Füßen, Brennen oder Taubheitsgefühle  zu lindern sowie die Sicherheit beim Gehen und Stehen zu verbessern.

Kribbeln in den Füßen: Mehr als jeder dritte Diabetiker ist betroffen

Eine Neuropathie betrifft mehr als jeden dritten Diabetiker. Die Nervenschädigung kann sich durch unangenehme Missempfindungen, das bekannte Kribbeln in den Füßen, aber auch durch eine nachlassende Sensibilität in den Füßen äußern. Dadurch fühlen sich Betroffene unsicher auf den Beinen. Wie der Sportmediziner Prof. Dr. Klaus Völker in einer Untersuchung festgestellt hat, bewegen sich Patienten mit einer Nervenschädigung in den Füßen oft sehr wenig, obwohl gerade sie aktiv sein sollten.

Denn laut neuerer wissenschaftlicher Forschung schütten aktive Muskeln Botenstoffe aus, die unter anderem Entzündungen hemmen. Dies kann sowohl der Entwicklung des Diabetes als auch der Nervenschädigung entgegenwirken. Durch geeignete Übungen kann außerdem die Fuß- und Beinmuskulatur gestärkt werden.

Das empfiehlt die Medizin

Prof. Völker empfiehlt, Bewegung ganz selbstverständlich in den Alltag einzubeziehen, also öfter spazieren zu gehen und die Treppe statt des Aufzugs zu nehmen. Fünf Tipps für ein geeignetes Training bei Neuropathie finden sich etwa unter www.rgz24.de/Diabetes-Bewegung.

Auch fußschonende Sportarten wie Schwimmen, Walken, moderates Krafttraining oder Radfahren sind aus Sicht von Experten geeignet, um eine Neuropathie positiv zu beeinflussen. „Es kommt nicht auf Höchstleistungen an, sondern auf eine regelmäßige, leichte körperliche Betätigung“, sagt Prof. Völker.

Die Ursache für ein Kribbeln in den Füßen

Neuropathien in den Füßen können durch einen Diabetes und durch einen Vitamin-B1-Mangel verursacht werden. Gerade Menschen mit Diabetes sind häufig von einem Mangel an dem wichtigen Nervenvitamin betroffen, da sie es vermehrt über die Nieren ausscheiden. Um diesen Mangel auszugleichen und dadurch verursachte Empfindungsstörungen in den Füßen zu lindern, eignet sich eine Vorstufe des Vitamins B1, das Benfotiamin.

djd

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